Unbefriedigende Zusammenarbeit, nervende Kollegen, zu wenig Anerkennung. Führungskompetenzen sind mancherorts Mangelware. Die Situation im Team erleben viele Beteiligten als sehr problematisch. Zu der Frage, wie Teamcoaching da weiterhelfen kann gab ich vor wenigen Tagen dem Tagesspiegel als Teamcoaching-Expertin ein InterviewLesen Sie das vollständige Interview im Tagesspiegel hier.

Erster Schritt im Teamcoaching: Was können wir als Team gut?

Zu Beginn eines Teamcoachings sind die Schwierigkeiten und Defizite des Teams meist sehr präsent. Ein wichtiger erster Schritt: Das Team macht sich mit Unterstützung des Coaches erst einmal seine Stärken bewusst. Statt der sonst vorherrschenden Problemsicht, erlaubt sich das Team auf das zu blicken, was gut gelaufen ist, auf die gemeinsam erlebten „Sternstunden“, auf das was man gut kann als Team. Denn in jedem Team schlummern Ressourcen und Kompetenzen, die häufig erst wieder ins Bewusstsein gerückt werden müssen. Dieser Perspektivwechsel ist dann auch hilfreich, um aktiver und lösungsorientierter an den bestehenden Baustellen im Team zu arbeiten.

Die Führungskraft als Vorbild

Wichtig war es mir in dem Tagesspiegel-Interview auch, die besondere Rolle der Führungskraft für das Team zu betonen. Denn was die Führungskraft vorlebt, hat meist Einfluss auf das gesamte Team. Beispielsweise bei der Feedbackkultur: Es ist entscheidend, dass sich die Teammitglieder mit ihren Leistungen gesehen fühlen und dass der Einsatz jedes Mitarbeiters gewürdigt wird – auch derjenigen, die in der zweiten oder dritten Reihe stehen.

Besondere Anforderungen durch Social Media

Besondere Kompetenzen braucht es seitens der Führungskräfte seitdem Social Media-Tools sowohl für die externe als auch zunehmend für die interne Kommunikation eingesetzt werden. Während früher in klar abgesteckten Management-Hierarchien kommuniziert wurde, entziehen sich Kommunikationsabläufe heute einer strikten Kontrolle. Das kann Ängste und Unsicherheiten seitens der Führungskräfte auslösen.

Führungskräften wird heute eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Kommunikation abverlangt. Sie müssen selbst Content erzeugen, die Social-Media-Spielregeln verstehen und Risiken einschätzen können. Der Bedarf steigt, sich im Team über diese neuen Anforderungen auszutauschen, voneinander zu lernen und immer wieder klare Strukturen, Regeln und Prozesse zu definieren. Lesen Sie hier mehr dazu wie sich Teams für die Social Media-Anforderungen fit machen können.