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Kategoriearchiv - Karrierecoaching

Senior Coach: Neues DCV-Zertifikat

Der Deutsche Coachingverband (DCV) hat mir heute das Zertifikat Senior Coach (DCV) verliehen. Der DCV ist für seine strengen Zertifizierungsrichtlinien bekannt. Bislang war ich dort als Coach (DCV) gelistet. Mit der Anerkennung als Senior Coach berücksichtigt der DCV meine mehr als zehnjährige Arbeitstätigkeit als Coach, meine in diesem Zeitraum erworbenen Zusatzkenntnisse und Methodenexpertise sowie mein psychologisches und psychotherapeutisches Hintergrundwissen.

Senior Coach: Erfahrungsvorsprung im Business Coaching

Coaches gibt es in Deutschland und insbesondere in Berlin viele. Für mich als Business Coach sind Kompetenz, Seriösität und Qualität besonders wichtig. Insofern freue ich mich über die Aufnahme des DCV in die Riege der Senior Coaches. Bei der Entscheidung für diesen Verband haben mich dessen strenge Prüfungsrichtlinien überzeugt. Als Mitglieder sind wir verpflichtet, im zweijährigen Abstand unsere kontinuierliche Weiterbildung und Supervision nachzuweisen. Auch hat der DCV, als einziger Coachingverband in Deutschland, eine verbindliche Ethikrichtlinie entwickelt, der wir als Mitglieder verpflichtet sind.

Körpersprache: Was Ihre Fußstellung verrät

Sie stehen bei einem Empfang mit Kollegen-Kreis oder mit Mitarbeitern. Im Small Talk sind Sie geübt. Die Gespräche plätschern vor sich hin und Sie wissen, wie Sie sich in diesem Rahmen angemessen bewegen: sparsame Gesten, fester Blick, ruhige Stimme – alles unter Kontrolle. Doch nur scheinbar. Denn jeder Ihrer Gedanken wird über oft kaum wahrnehmbare Körperbewegungen zum Ausdruck gebracht. Besonders interessant wäre ein Blick nach unten. Denn zumeist schenken wir unseren Füßen im Alltag weniger Aufmerksamkeit als unseren Händen. Die Füße gelten als das „ehrlichste“ Körperteil und drücken oft unverstellter etwas über das Wesen und die Gefühlslage eines Menschen aus als zum Beispiel die Hände oder das Gesicht. Während wir vielleicht noch mit einem Gesprächspartner lächelnd am Tisch stehen, zeigen unsere Füße bereits an, dass wir eigentlich lieber gehen würden.

Es lohnt sich also, die Fußstellung und den Stand bei sich selbst und bei anderen einmal genauer zu beobachten. Eine standfeste Haltung vermitteln Sie beispielsweise, wenn Ihre Beine hüftbreit stehen und beide Füße gleichmäßig den Boden berühren. Das Brustbein sollte dabei leicht angehoben und die Fußgelenke frei und locker sein. Sonst würde die Haltung sehr schnell verspannt wirken. Offenheit, Interesse oder vielleicht sogar Neugierde strahlen Sie aus, wenn Ihr Körpergewicht eher auf die Fußballen verlagert ist.

Ganz anders, wenn Sie das Körpergewicht (trotz hüftbreitem Stand) auf Ihre Fersen verlagern: Dem Gesprächspartner vermittelt sich dadurch der Eindruck, dass Sie sich unwohl fühlen, ausweichen oder sogar „fliehen“ wollen.

Einen eher dominanten Eindruck vermitteln Personen, die mit mehr als hüftbreit geöffneten Beinen stehen – oder dies noch dadurch verstärken, dass sie die Hände in die Taille drücken. Unterbewusst kann dieses Verhalten als ein „Sich-größer-Machen“ und ein starkes Revierverhalten eingeordnet werden. Wesentlich dezenter wirkt es dagegen, wenn Sie nur ein Bein ausstellen und eventuell eine Hand in die Hüfte stützen. Auch mit dieser Körperhaltung nehmen Sie sich etwas mehr Raum und wirken selbstbewusst, die Haltung wird nicht als dominant und kämpferisch interpretiert.

Das Thema Körpersprache ist ein spannendes Feld und ich werde in nächster Zeit in meinem Blog noch öfter darüber berichten. Zumal die nonverbale Körpersprache eine viel deutlichere Sprache spricht als Worte. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass  bei der Vermittlung von Botschaften – in der Alltagskommunikation ebenso wie bei Präsentationen – die Gesprächspartner oder das Publikum zu 55 % Ihre Körpersprache wahrnehmen, zu 38 % Ihre Stimme und nur mit 7 % auf den Inhalt des Gesagten achten.

Interview in „Karriere und Zukunft“: Die neue Kluft der Teamkultur

Wie verändert Social Media die Teamarbeit? Welche Spannungen können insbesondere in altersgemischten Teams entstehen? Und wie kann Teamcoaching Führungskräfte und Mitarbeiter in dieser neuen Situation unterstützen? Das sind Themen mit denen ich mich als Coach schon seit geraumer Zeit auseinandersetze. Kurz vor dem Jahreswechsel wurde ich zu diesem Thema von Svenja Hofert, Autorin des erfolgreichen Online-Magazin „Karriere und Zukunft“ interviewt. In dem Gespräch mit der Expertin für neue Karrieren wurde deutlich, dass wir ähnliche Erfahrungen damit gesammelt haben, dass sich Social Media als gefährlicher Stolperstein für die Teamarbeit entpuppen kann – wenn das Thema nicht offen angegangen wird. Lesen Sie das komplette Interview im Online-Magazin „Karriere und Zukunft“.

Junior sticht Senior: Wenn Social Media zur Zerreißprobe für PR-Teams wird

An Social Media geht kein Weg vorbei. Das gilt besonders für die Kommunikationsbranche. Von PR‐ und Marketing‐Fachleuten wird erwartet, dass sie den Umgang mit Social Media beherrschen und Kunden in diesem Bereich kompetent beraten. Doch im Beratungsalltag kann Social Media Zündstoff in die Zusammenarbeit von Beratungsteams bringen: Nicht selten treffen hier Teammitglieder mit erstaunlich unterschiedlicher Social‐Media‐Affinität aufeinander. Auch wenn die älteren Kollegen – die sogenannten Digital Immigrants – sich immer häufiger in den sozialen Netzwerken bewegen, sind die jungen Nachwuchskräfte hier meist im Vorteil: Die ab 1980 geborenen Digital Natives sind mit dem Internet aufgewachsen und haben die neuen Kulturtechniken des Netzes von Beginn an gelebt. Social Media ist für sie Alltag.

Senioritätsprinzip gerät ins Wanken

Es ist eine neue Herausforderung für die Kommunikationsbranche. „Erstmals weiß eine jüngere Generation in einem Kommunikationszweig mit hoher Wertschöpfung mehr als erfahrene Seniorberater und Agenturchefs“, sagt Dietrich Boelter, Geschäftsführer der Berliner Agentur Best Friend. Für gestandene Berater, die bislang mit Seniorität und Kompetenz punkten konnten, ist das nicht leicht auszuhalten: „Da muss ein erfahrener PR-Profi erleben, dass er einem 21-Jährigen in diesem Bereich nicht ebenbürtig ist. Das führt zu Abwehrreflexen.“

Offenheit ist gefragt, meint Michael Grupe, Vorstandsmitglied von Fink & Fuchs Public Relations in Wiesbaden: „Die Teammitglieder haben die Chance, viel voneinander zu lernen. Zum Beispiel beim Thema Krisenprävention: Da bringen die Älteren unersetzliche Erfahrungen mit, wie im Krisenfall vorzugehen ist. Aber die Klaviatur der sozialen Medien beherrschen die jungen Leute besser. Mit ihren Kenntnissen identifizieren sie Krisenpotenziale und Meinungsmacher schneller und treten leichter mit ihnen in Kontakt. Letztlich geht es darum, das Instrument gemeinsam zum Klingen zu bringen.“

Chefs und Seniorberater müssen regelmäßig über Social Media sprechen, obwohl sie eigentlich nicht mehr mitreden können. Erschwerend kommt hinzu:  „Die Kunden möchten nicht unbedingt von Youngsters auf einem Terrain beraten werden, das ihnen noch fremd ist“, sagt Boelter.  Man erwarte einen Seniorberater als Gegenüber. So entstehe oft „eine Melange aus Halbwissen und schlechter Beratung“, glaubt der Agenturchef und empfiehlt: „Agenturen müssen gemischte Teams aufstellen, aus Erfahrung und neuem Wissen, an dieser Herausforderung scheitern viele HR-Verantwortliche in den Agenturen.“

Nachwuchskräfte verlieren den Respekt  – Systemerhaltende Prinzipien werden verletzt

Ignorieren Agenturen die unterschiedliche Medienerfahrung von Juniors und Seniors, kann sich Social Media zur Zerreißprobe für das Team entwickeln. Denn hier werden zwei wesentliche systemische Prinzipien ausgehebelt, die sich normalerweise stabilisierend auf jede Organisation auswirken. Zum einen verliert „der Vorrang des Früheren und des Erfahrenen vor dem Späteren“ an Bedeutung. Die Jungen stellen die Leistungen der Seniorberater in Frage. Zum anderen wird das Prinzip „Vorrang von höheren Leistungen und Fähigkeiten“ missachtet, wenn die Führungsebene die jungen Kompetenzträger in Social-Media-Beratungsfelder nicht einbezieht.

Coaching zur Stärkung der Teamkultur

Die möglichen Folgen: Hierarchien verstärken sich, die Agenturen verlieren gefragte Nachwuchskräfte und gefährden letztlich ihre Existenz. Mit einem auf das Thema Social Media fokussiertem Coaching können Führungsteams ihre Teamkultur verändern und an die neue Situation anpassen. Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn das Coaching auf der Leitungsebene ansetzt. Geklärt werden müssen Fragen wie: Was bedeuten der Medienwandel und die Öffnung der Kommunikation für unser Führungsverhalten? Welche Werte verändern sich für uns, welche kommen hinzu? Wie erreichen wir Durchlässigkeit, um die Kompetenzen unserer Nachwuchskräfte im Führungsteam und für die Agentur zu nutzen?

Gestärkt durch die neue Ausrichtung geht das Führungsteam im nächsten Schritt in ein Coaching mit allen Beratungsebenen. In Kleingruppen werden die Sternstunden, aber auch die Krisensituationen aufgearbeitet. Gemeinsam entwickeln die Teams Regeln für die Zusammenarbeit und legen Arbeitsabläufe und Entscheidungswege für Social-Media-Aufgaben fest.

Zertifizierung als DCV Coach

Ein neues Qualitätssiegel für dehlercoaching: Seit dieser Woche werde ich vom DCV, dem Deutschen Coaching Verband, als zertifizierter DCV Coach gelistet. Ziel des Verbands ist die Professionalisierung des Berufsbilds “Coach”. Der DCV ist Deutschlands erster Berufsverband mit einer Ethikrichtlinie für Coaches, Lehrcoaches und für angehende Coaches, die sich derzeit noch in einer Ausbildung zum Coach befinden. Diese verpflichtet beispielsweise zur regelmäßigen Supervision und Fortbildung. Nur folgerichtig, dass das Prüfungsteam des DCV bei der Zertifizierung von Coaches hohe Maßstäbe ansetzt und sich intensiv mit den vorausgegangenen Ausbildungen, den Kompetenzen und dem individuellen Coaching-Konzept der Bewerber befasst.

Ein sehr positiver Aspekt für mich als Coach ist auch der Leitgedanke des Verbands:  “Kooperation statt Konkurrenz”, womit die intensive Vernetzung und der Austausch unter Profis gemeint ist. Und dass dieser Leitgedanke tatsächlich gelebt wird, durfte ich auf der letzten Fachtagung des DCV im Oktober 2012 in Frankfurt am Main erleben, von der ich mit einer Fülle von Anregungen, Kontakten und neuen Impulsen nach Berlin zurück kam.