Dehler Coaching



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Coaching Körpersprache: Füsse und Beine sprechen mit (Teil 2)

Im Coaching geht es oft darum, die eigenen Kommunikationsfähigkeiten zu reflektieren und zu verbessern. Dabei lohnt sich, die Wahrnehmung für die eigene Körpersprache – oder die des Gegenübers – zu schärfen. Wir alle kommunizieren ständig und zumeist unbewusst über unsere Körpersprache. Die Beine und Füße gelten dabei als „ehrlichste“ Körperregion, da sie am wenigsten kontrollierbar ist. Vor einigen Wochen habe ich bereits dazu geschrieben, welche Informationen Sie aus der Art, wie Ihr Gegenüber steht, schließen können. Siehe Artikel „Was Ihre Fußstellung verrät“.

Körpersprache im Meeting: Wie sitzen Sie Ihrem Kollegen gegenüber?

Heute soll es darum gehen, welche Sprache die Beine und Füße im Sitzen sprechen. Es kann viel über das Verhältnis zwischen zwei Gesprächspartnern an der Art deutlich werden, wie sich die beiden gegenüber sitzen. Werfen Sie doch mal einen Blick unter den Tisch. Sitzen Sie beispielsweise im Meeting Ihrem Kollegen zugewandt gegenüber und zeigen auch die Füße zueinander, kann man von einer interessierten und ausgeglichenen Beziehung ausgehen.

Anders ist dies, wenn einer der Gesprächspartner zwar oberhalb der Tischkante freundlich und zugewandt ist, sich aber unterhalb des Tischs verdreht und die Füße nach außen stellt. Dies kann eine Schutzhaltung oder innere Distanzierung zu der anderen Person oder dem gerade besprochenen Thema ausdrücken.

Füße können innere Abwehr ausdrücken

Ein unbewusstes Signal setzen wir mit unseren Füssen häufig auch, sobald wir uns im Gespräch mit anderen kritisiert fühlen oder ein Argument innerlich ablehnen. In einer Sitzposition mit übereinander geschlagenen Beinen spannen wir dann zum Beispiel für einen Moment den Fuß des hängenden Beins unbewusst an und ziehen diesen hoch. Wir setzen also mit dem Fuß ein kleines abwehrendes Signal. Als aufmerksamer Gesprächspartner nehmen Sie dies wahr und können entsprechend darauf reagieren.

Besonderen Nachdruck verleihen wir im Gespräch einer Aussage unbewusst dadurch, dass wir einen Fuss für den Bruchteil einer Sekunde deutlich fest auf den Boden drücken – wie ein kleines Aufstampfen. Das passiert zum Beispiel dann, wenn wir ärgerlich oder ungeduldig sind. Bei Ungeduld lässt sich auch manchmal ein mehrmaliges Klopfen mit der Fussspitze auf den Boden nur schwer unterdrücken.

Wann ist Ihr Gegenüber auf dem Sprung?

Interessant ist auch das Timing: Wenn Ihr Gegenüber seine Beine und Füße nach einer ganzen Weile zugewandtem Sitzen auf einmal deutlich wegdreht, kann dies ein Hinweis dafür sein, dass er oder sie gehen möchte und schon kurz vor dem „Sprung“ ist. Vielleicht ist es dann an der Zeit das Gespräch zu beenden?

Senior Coach: Neues DCV-Zertifikat

Der Deutsche Coachingverband (DCV) hat mir heute das Zertifikat Senior Coach (DCV) verliehen. Der DCV ist für seine strengen Zertifizierungsrichtlinien bekannt. Bislang war ich dort als Coach (DCV) gelistet. Mit der Anerkennung als Senior Coach berücksichtigt der DCV meine mehr als zehnjährige Arbeitstätigkeit als Coach, meine in diesem Zeitraum erworbenen Zusatzkenntnisse und Methodenexpertise sowie mein psychologisches und psychotherapeutisches Hintergrundwissen.

Senior Coach: Erfahrungsvorsprung im Business Coaching

Coaches gibt es in Deutschland und insbesondere in Berlin viele. Für mich als Business Coach sind Kompetenz, Seriösität und Qualität besonders wichtig. Insofern freue ich mich über die Aufnahme des DCV in die Riege der Senior Coaches. Bei der Entscheidung für diesen Verband haben mich dessen strenge Prüfungsrichtlinien überzeugt. Als Mitglieder sind wir verpflichtet, im zweijährigen Abstand unsere kontinuierliche Weiterbildung und Supervision nachzuweisen. Auch hat der DCV, als einziger Coachingverband in Deutschland, eine verbindliche Ethikrichtlinie entwickelt, der wir als Mitglieder verpflichtet sind.

Führungskompetenzen: Teamcoaching-Interview im Tagesspiegel

Unbefriedigende Zusammenarbeit, nervende Kollegen, zu wenig Anerkennung. Führungskompetenzen sind mancherorts Mangelware. Die Situation im Team erleben viele Beteiligten als sehr problematisch. Zu der Frage, wie Teamcoaching da weiterhelfen kann gab ich vor wenigen Tagen dem Tagesspiegel als Teamcoaching-Expertin ein InterviewLesen Sie das vollständige Interview im Tagesspiegel hier.

Erster Schritt im Teamcoaching: Was können wir als Team gut?

Zu Beginn eines Teamcoachings sind die Schwierigkeiten und Defizite des Teams meist sehr präsent. Ein wichtiger erster Schritt: Das Team macht sich mit Unterstützung des Coaches erst einmal seine Stärken bewusst. Statt der sonst vorherrschenden Problemsicht, erlaubt sich das Team auf das zu blicken, was gut gelaufen ist, auf die gemeinsam erlebten „Sternstunden“, auf das was man gut kann als Team. Denn in jedem Team schlummern Ressourcen und Kompetenzen, die häufig erst wieder ins Bewusstsein gerückt werden müssen. Dieser Perspektivwechsel ist dann auch hilfreich, um aktiver und lösungsorientierter an den bestehenden Baustellen im Team zu arbeiten.

Die Führungskraft als Vorbild

Wichtig war es mir in dem Tagesspiegel-Interview auch, die besondere Rolle der Führungskraft für das Team zu betonen. Denn was die Führungskraft vorlebt, hat meist Einfluss auf das gesamte Team. Beispielsweise bei der Feedbackkultur: Es ist entscheidend, dass sich die Teammitglieder mit ihren Leistungen gesehen fühlen und dass der Einsatz jedes Mitarbeiters gewürdigt wird – auch derjenigen, die in der zweiten oder dritten Reihe stehen.

Besondere Anforderungen durch Social Media

Besondere Kompetenzen braucht es seitens der Führungskräfte seitdem Social Media-Tools sowohl für die externe als auch zunehmend für die interne Kommunikation eingesetzt werden. Während früher in klar abgesteckten Management-Hierarchien kommuniziert wurde, entziehen sich Kommunikationsabläufe heute einer strikten Kontrolle. Das kann Ängste und Unsicherheiten seitens der Führungskräfte auslösen.

Führungskräften wird heute eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Kommunikation abverlangt. Sie müssen selbst Content erzeugen, die Social-Media-Spielregeln verstehen und Risiken einschätzen können. Der Bedarf steigt, sich im Team über diese neuen Anforderungen auszutauschen, voneinander zu lernen und immer wieder klare Strukturen, Regeln und Prozesse zu definieren. Lesen Sie hier mehr dazu wie sich Teams für die Social Media-Anforderungen fit machen können.

Körpersprache: Was Ihre Fußstellung verrät

Sie stehen bei einem Empfang mit Kollegen-Kreis oder mit Mitarbeitern. Im Small Talk sind Sie geübt. Die Gespräche plätschern vor sich hin und Sie wissen, wie Sie sich in diesem Rahmen angemessen bewegen: sparsame Gesten, fester Blick, ruhige Stimme – alles unter Kontrolle. Doch nur scheinbar. Denn jeder Ihrer Gedanken wird über oft kaum wahrnehmbare Körperbewegungen zum Ausdruck gebracht. Besonders interessant wäre ein Blick nach unten. Denn zumeist schenken wir unseren Füßen im Alltag weniger Aufmerksamkeit als unseren Händen. Die Füße gelten als das „ehrlichste“ Körperteil und drücken oft unverstellter etwas über das Wesen und die Gefühlslage eines Menschen aus als zum Beispiel die Hände oder das Gesicht. Während wir vielleicht noch mit einem Gesprächspartner lächelnd am Tisch stehen, zeigen unsere Füße bereits an, dass wir eigentlich lieber gehen würden.

Es lohnt sich also, die Fußstellung und den Stand bei sich selbst und bei anderen einmal genauer zu beobachten. Eine standfeste Haltung vermitteln Sie beispielsweise, wenn Ihre Beine hüftbreit stehen und beide Füße gleichmäßig den Boden berühren. Das Brustbein sollte dabei leicht angehoben und die Fußgelenke frei und locker sein. Sonst würde die Haltung sehr schnell verspannt wirken. Offenheit, Interesse oder vielleicht sogar Neugierde strahlen Sie aus, wenn Ihr Körpergewicht eher auf die Fußballen verlagert ist.

Ganz anders, wenn Sie das Körpergewicht (trotz hüftbreitem Stand) auf Ihre Fersen verlagern: Dem Gesprächspartner vermittelt sich dadurch der Eindruck, dass Sie sich unwohl fühlen, ausweichen oder sogar „fliehen“ wollen.

Einen eher dominanten Eindruck vermitteln Personen, die mit mehr als hüftbreit geöffneten Beinen stehen – oder dies noch dadurch verstärken, dass sie die Hände in die Taille drücken. Unterbewusst kann dieses Verhalten als ein „Sich-größer-Machen“ und ein starkes Revierverhalten eingeordnet werden. Wesentlich dezenter wirkt es dagegen, wenn Sie nur ein Bein ausstellen und eventuell eine Hand in die Hüfte stützen. Auch mit dieser Körperhaltung nehmen Sie sich etwas mehr Raum und wirken selbstbewusst, die Haltung wird nicht als dominant und kämpferisch interpretiert.

Das Thema Körpersprache ist ein spannendes Feld und ich werde in nächster Zeit in meinem Blog noch öfter darüber berichten. Zumal die nonverbale Körpersprache eine viel deutlichere Sprache spricht als Worte. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass  bei der Vermittlung von Botschaften – in der Alltagskommunikation ebenso wie bei Präsentationen – die Gesprächspartner oder das Publikum zu 55 % Ihre Körpersprache wahrnehmen, zu 38 % Ihre Stimme und nur mit 7 % auf den Inhalt des Gesagten achten.

Wunderwaffe Rituale

Es ist Mitte Januar, eiskalte Temperaturen sind an der Tagesordnung. Da tut eine Tasse mit heißem, wohlschmeckendem Tee besonders gut.

So weit so gut, da erzähle ich Ihnen nichts Neues. Und wenn Sie bereits bei mir im Coaching waren, dann wissen Sie, dass ich Sie zu jedem Coachingtermin mit einer Tasse Tee erwarte. Warum das Ganze?

Interessanterweise ist es auch oft dieselbe Teesorte, auf die sich viele Klienten schon freuen und die auch mir immer wieder gut schmeckt, obwohl ich sonst eher für Abwechslung bin. Diese Tasse Tee übernimmt offensichtlich neben dem nährenden Aspekt eine weitere wichtige Funktion: sie dient auch als zwischenmenschliches Ritual. Um beim Coachingtermin zu bleiben: Die Tasse Tee signalisiert: Ich habe Sie erwartet und bin vorbereitet auf unser Gespräch. Sie dient aber auch als verbindendes Element, schafft Orientierung („am Anfang gibt es bei Frau Dehler erst mal einen Tee“) und fördert die „Aufwärmphase“ im Gesprächsverlauf. Die anfängliche Nervosität, die möglicherweise noch im Raum ist, kann sich leichter abbauen.

Rituale haben eine frappierende Eigenschaft: Sie werden ganz häufig von den Beteiligten durchschaut, vielleicht auch als nervig und unwichtig eingeordnet. Und gleichzeitig fördern und vereinfachen sie die zwischenmenschliche Kommunikation. Und das können auch Sie sich zunutze machen. Setzen Sie Rituale gezielt als „nonverbales“ Kommunikationsmittel ein. Zum Beispiel in der „Warming Up“-Phase, wenn Sie Gespräche mit Ihren Mitarbeitern führen.

Welche Rituale nutzen Sie da bislang bewusst oder unbewusst? Selbstverständlich muss es nicht immer eine Tasse Tee sein. Am besten sind es Rituale, die zu Ihnen und zur Situation passen. Erst neulich erzählte mir eine Führungskraft von dem riesigen Bonbonglas mit besonders leckeren Gummibären, das sie in ihrem Büro aufgestellt hat. Bei Mitarbeitergesprächen dürfen sich die Gesprächspartner daraus bedienen – und tun dies wohl auch äußerst gerne.