Was waren das für Zeiten, in denen man die Lust auf einen leckeren Kaffee mit einem Plausch in der Kaffeeküche verbinden konnte. Seit die meisten von uns im Homeoffice arbeiten, entfallen diese wichtigen, sozialen Momente, sei es im Büro, während des Workshops oder auf der Konferenz. Und das hat Auswirkungen auf das Teambuilding und die weitere Teamemtwicklung.

Was Teams, mit denen ich aktuell zusammenarbeite, häufig beklagen, ist neben der äußeren eine zunehmende innere Distanz zu Ihren Kolleg*innen. Was fehlt ist der soziale Kitt. Die täglichen zehn Minu­ten Small­talk an der Kaffee­ma­schine sind wichtig, um moti­viert und produk­tiv zu bleiben. An der Kaffeemaschine finden persönliche Begegnungen statt, die im Arbeitskontext eben auch relevant sind.

Eine Möglichkeit, das soziale Miteinander und das Teambuilding Ihres Teams zu stärken, könnte die Einrichtung einer „Virtuellen Kaffeemaschine“ sein. Im Teamkalender werden regelmäßig Termine eingetragen, an denen sich alle, zum Beispiel für 30 Minuten, zu einem Kaffee, Tee etc. treffen können. Wichtige Regel: Es wird nicht über den Job gesprochen, sondern nur über persönliche Themen und darüber, was die einzelnen gerade bewegt – so wie früher an der Kaffee­ma­schine.

Auf dem letzten Trainer Kongress  im Februar habe ich die Plattform wonder kennengelernt. Darüber ist es ganz einfach, sich im gleichen Raum zu treffen und nach Belieben mit einer Kollegin oder mehrere zu sprechen und dann weiterzuwandern. Vielleicht ist es anfangs nicht für jedes Teammitglied möglich, daran teilzunehmen. Erfahrungsgemäß tut Freiwilligkeit an dieser Stelle allen Beteiligten gut. Und falls beim ersten Mal nur wenige dabei sind, lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Wer kann und will, nimmt teil. Und wenn es gut läuft, wird das Interesse mit der Zeit steigen.

Viel Vergnügen beim Kaffeetrinken wünscht Ihnen Ursula Dehler.