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Führungskraft werden – Überlebenstipps für die ersten 100 Tage

Führungskraft werden – Das ist zumeist ein einschneidender Moment in Ihrer beruflichen Karriere. Es ist nicht leicht, in die Rolle des Chefs zu wechseln, noch dazu als ehemaliger Kollege. Was zählt sind jetzt nicht mehr nur Ihre eigenen Leistungen und Arbeitsfelder sondern auch die Ihres Teams, für das Sie jetzt Verantwortung tragen. Gerade für junge Führungskräfte ist es entscheidend, sich frühzeitig auf den Sprung in die Führungsebene vorzubereiten. Denn bei guter Vorbereitung lassen sich viele Fettnäpfchen und Fallstricke vermeiden. Die wichtigsten Punkte, die Sie in den ersten Wochen Ihrer neuen Tätigkeit beachten sollten, habe ich in diesem aktuellen Artikel für das Online-Magazin „Karriereschritte“ zusammengestellt. 

Der Artikel behandelt unter anderem folgende Themen:

1. So machen Sie sich ein genaues Bild von Ihrer neuen Position

2. Entwerfen Sie für sich einen persönlichen Geschäftsplan für Sich

3Für einen gelungenen Startschuss: Bereiten Sie Ihren Antrittstag vor

4. Gestalten Sie gute Beziehungen zu Ihren neuen Mitarbeitern

5. Führen heißt entscheiden – nicht selber machen

Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

Start als Führungskraft: Verpassen Sie die Inthronisierung nicht!

Spannung liegt in der Luft: Eine neue Führungskraft kommt in der Abteilung. Genau beobachtet wird von Kollegen und Mitarbeitern nicht nur wie der oder die Neue sich „macht“ sondern auch wie das Unterneh-men ihn oder sie empfängt. Um so wichtiger, dass dieser besondere Moment klar kommuni-ziert, gewürdigt und feierlich gestaltet wird.

Zumeist sieht der Start als Führungskraft jedoch ganz anders aus: Ein Mitarbeiter wird zum Teamchef befördert, die Kollegen erfahren dies lediglich durch seine veränderte Email-Signatur. Ein langjähriger Bereichsverantwortlicher verlässt das Unternehmen, die Begrüßung seines Nachfolgers beschränkt sich auf einen Blumenstrauß.

Dies sind nicht nur Beispiele für schlechten Stil. In beiden Fällen wurde ein entscheidender Moment verpasst. Und das hat meist weitreichende Folgen. Unklare Verantwortlichkeiten, mangelnde Akzeptanz durch Mitarbeiter, Rollenkonflikte und Schwierigkeiten bei der Delegation lassen sich nicht selten auf einen misslungenen Start in die neue Führungsposition zurückführen.

 

Inthronisierung als wichtige Übergangshilfe

 

Der Wechsel innerhalb einer Führungsposition bringt Verunsicherung für alle Beteiligten mit sich. Diesen Moment bewusst und klar zu gestalten, ist eine wichtige Übergangshilfe für alle Beteiligten. Sinnvoll wäre, dafür eine Ritual in Form eines Festakts zu gestalten, bei dem symbolisch die Verantwortung an die neue Führungskraft übergeben wird. In der Fachliteratur wird dieses Ritual auch als „Inthronisierung“ bezeichnet (z. B. Astrid Schreyögg: Der neue Chef) http://www.schreyoegg.de/content/view/27/33/

Um diese Inthronisierung angemessen zu gestalten, muss die spezifische Einstiegssituation der neuen Führungskraft berücksichtigt werden: Handelt es sich um einen Aufsteiger aus dem Unternehmen oder einen Seiteneinsteiger? Unter welchen Umständen ist der Vorgänger ausgeschieden? Wie reagiert das Team auf den Personalwechsel? Welche Rolle oder Aufgabe soll die neue Führungskraft übernehmen?

 

Das Wie und Wann sind entscheidend

 

Der Festakt der Inthronisierung sollte zu einem möglichst frühen Zeitpunkt stattfinden, idealerweise in der ersten Woche nach „Amtsantritt“. Beachten Sie dabei, dass das Team der neuen Führungskraft und die Kollegen möglichst vollzählig anwesend sind.

Als Neuling in einer Organisation erkundigen Sie sich nach Möglichkeit vorher bei den künftigen Kollegen über die kulturellen Gepflogenheiten, um mögliche Fettnäpfchen zu verhindern und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Die Einladung zu der Veranstaltung sollte unbedingt von der übergeordneten Instanz ausgesprochen werden. Diese übernimmt auch einleitend die offizielle Begrüßung der neuen Führungskraft und übergibt ihr symbolisch die Verantwortung für die neue Position. Die neue Führungskraft ihrerseits sollte diese Aufgabe dann ausdrücklich annehmen – am besten in Form einer Antrittsrede.

 

Führungskräfte-Coaching für die Einstiegsphase nutzen

 

Gerade für junge Führungskräfte ist eine gelungene Inthronisierung von zentraler Bedeutung, um von den künftigen Mitarbeitern in ihrer Rolle akzeptiert zu werden. Ist ein entsprechender Festakt von der Unternehmensleitung nicht vorgesehen, so lohnt es sich diesen einzufordern.

Optimal ist es, den Start als Führungskraft mit einem Führungskräfte-Coaching zu begleiten. Die Gestaltung des Inthronisierungsrituals, der Umgang mit Erwartungen und Leistungen, das Führen von Einzelgesprächen mit den Mitarbeitern – es gibt viel zu beachten. Auch stehen viele neue Führungskräfte gerade in der Anfangszeit besonders unter Druck. Hier kann der Austausch im Coaching helfen, die Führungsrolle bewusst zu übernehmen und dabei achtsam mit sich und den eigenen Ressourcen umzugehen.

Coaching-Reise nach Berlin

Vor einigen Monaten kam die Teilnehmerin eines Teamworkshops in einem norddeutschen Unternehmen auf mich zu: „Wie schade, Frau Dehler, dass Sie Ihre Coaching-Praxis in Berlin haben. Ich würde gerne einzeln mit Ihnen weiterarbeiten.“ Die Entfernung sollte kein Hindernis sein, gab ich zu bedenken. Und schließlich vereinbarten wir einen Termin für ein Vorgespräch in Berlin. Seitdem reist Frau Gröger regelmäßig zweieinhalb Stunden mit der Bahn zu unseren Coaching-Sitzungen.

Coaching-Reise: Ortswechsel als Chance

Klingt erst mal aufwändig, ist aber mittlerweile kein Einzelfall mehr. Einige meiner Klienten reisen eigens zum Coaching nach Berlin. Und die meisten berichten, dass der Ortswechsel dabei für sie von großer Bedeutung ist. Der räumliche Abstand zum Arbeitsalltag und Arbeitsort hilft, neue Perspektiven auf das Coaching-Anliegen einzunehmen. Veränderung braucht Bewegung. Wie einst im antiken Griechenland die Philosophen ihre Gedanken beim Gehen verfertigten, schätzen heute viele das Reisen, um innezuhalten und über sich und ihr (Arbeits-) Leben zu reflektieren.

Und auch Berlin inspiriert so manchen. Ein gutes Ziel für eine Coaching-Reise. Denn Berlin steht für vieles, was wir im Coaching erarbeiten: Aufbruch, Veränderung und Mut.

Wertvolle Zeit im Zug: Vor- und Nachbereitung für das Coaching

Die An- und Abreise – fast alle kommen mit der Bahn – betrachten meine Klienten zumeist als Freiraum: Um einmal ungestört mit einem dringenden Projekt weiter zu kommen, für eine gute Vorbereitung aufs Coaching oder einfach als Auszeit vom Arbeitsalltag. Wenn sie in der Reinhardtstraße ankommen, sind sie zumeist gut auf die Coaching-Sitzung eingestimmt. Und nach der Sitzung haben sie Zeit, das Erarbeitete noch einmal sacken zu lassen. Eine gute Voraussetzung für die gemeinsame Arbeit an ihrem Thema.

Für auswärtige Besucher ist die verkehrsgünstige Lage meiner Coaching-Praxis ein wichtiger Pluspunkt: Die Räume befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof. Es lohnt sich nicht, von dort ein Taxi zu nehmen. Sie fahren nur eine Station mit der S-Bahn zum Bahnhof Friedrichstraße und laufen dann noch knapp fünf Minuten. Oder Sie gönnen sich nach der Fahrt einen zehnminütigen Spaziergang und stehen dann vor meiner Tür. Sehen Sie hier den Anfahrtsweg zu meiner Praxis.

 

 

 

 

 

Sprung in die Führungsebene – Gut vorbereitet in die neue Position starten

Und was nun? Eine attraktive Führungsposition ist in greifbare Nähe gerückt – Sie müssen eine wichtige Entscheidung für Ihre beruflichen Zukunft treffen. Ein guter Moment, um sich im Führungskräfte-Coaching konkret mit Fragen auseinander zu setzen, die Sie jetzt für sich klären müssen.

In den letzten Jahren habe ich viele angehende Führungskräfte in dieser Phase begleitet. Vor einigen Tagen verabschiedete ich nach einem intensiven Coaching-Prozess meine Kundin Johanna Possinger, die gerade ihre neue Stelle und Führungsposition antritt. An ihrem Beispiel möchte ich Ihnen deutlich machen, wie ein Coaching-Prozess für angehende Führungskräfte gestaltet werden kann:

1. WAS BIETET MIR DER JOB?

Zunächst gingen wir im Coaching der Frage nach, welche Entwicklungschancen aber auch welche Herausforderungen sich für Frau Possinger durch die neue Führungsposition ergeben. Hilfreich war dabei, den Bogen zu ihren beruflichen Zielen und persönlichen Werten zu schlagen, die sie bereits in einer früheren Coaching-Sitzung für sich herausgearbeitet hatte. Eine gute Vorbereitung, um zu klären, ob die angebotene Position der nächste, sinnvolle Karriereschritt für die Doktorandin der Sozialwissenschaften und wissenschaftliche Referentin ist.

2. WIE VERHANDLE ICH, WAS MIR WICHTIG IST?

In den nächsten Coachings ging es darum, ihre Bewerbungsphase zu begleiten und mögliche Knackpunkte in den Gesprächen vorab zu bearbeiten. Die Eindrücke und Ergebnisse aus der ersten Vorstellungsrunde wurden ausgewertet und wichtige Aspekte für die zweite Gesprächsrunde vorbereitet. In den Coachings konnte Frau Possinger die Gesamtsituation aus der Metaperspektive betrachten und alle entscheidungsrelevanten Kriterien einbeziehen. Letztendlich traf sie eine klare Entscheidung für die neue Führungsaufgabe.

3. WIE STARTE ICH GUT IN DIE NEUE POSITION?

Nachdem die Vertragsverhandlungen positiv abgeschlossen waren, hat sich Frau Possinger im dritten Teil des Führungskräftecoachings intensiv auf ihre neue Position vorbereitet – insbesondere darauf, was sie in den ersten 100 Tagen als Führungskraft erwartet. Zum Beispiel welche Ziele, Aufgaben und Erwartungen mit ihrer neuen Position verbunden sind. Oder wie sie ihren Antrittstag plant und wie sie das Verhältnis zu ihren Mitarbeitern von Anfang an positiv gestalten wird.

Für mich als Coach war es sehr schön, Frau Possingers persönlichen Entwicklungsprozess mitzuerleben. Ich wünsche ihr viel Erfolg für die nächsten Monate!