Dehler Coaching



Tag-Archiv - Führungskräftecoaching

Führungskräfte-Coaching: Setzen Sie bewusst Signale!

Im Führungskräfte-Coaching geht es auch oft um Ihre Wirkung als Führungspersönlichkeit. Angenommen Ihre Mitarbeiter säßen zusammen und wären aufgefordert, Sie als Führungskraft einmal unabhängig von Ihren fachlichen Fähigkeiten zu beschreiben. Welche persönlichen Eigenschaften, Interessen und äußerlichen Merkmale würde man Ihnen zuschreiben?

Bewusste Signale und blinde Flecken

Könnten Sie dabei Mäuschen spielen, wären Sie sicherlich erstaunt darüber, wie viele Aspekte Ihre Mitarbeiter von Ihnen wahrnehmen – was zuweilen nicht immer angenehm ist. Unterscheiden muss man dabei nach bewussten und unbewussten Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmalen. So haben wir alle sogenannte „blinde Flecken“. Das heißt, dass wir unbewusst Signale aussenden, die von unserem Gegenüber aber sehr wohl erkannt werden. An diesen unbewussten Signalen lässt sich nur schwer selbstständig arbeiten. Möglich ist dies beispielsweise im Führungskräfte-Coaching durch das Erlernen eines bewussteren Umgangs mit der eigenen Körpersprache.

Was zeigt ihr Arbeitsplatz oder Büro von Ihnen?

Leichter ist dies mit Signalen möglich, die wir bewusst öffentlich setzen, auf die wir Gestaltungseinfluss haben. Und dabei meine ich nicht nur die Arbeitsbekleidung entsprechend dem „Dress Code“, der in vielen Branchen ein wichtiges Erkennungssignal darstellt. Interessant ist schon die Frage, was Ihren Mitarbeitern auffällt, wenn sie in Ihr Büro oder an Ihren Arbeitsplatz treten. Was zeigen Sie da von sich als Persönlichkeit? Ist Ihr Arbeitstisch immer aufgeräumt oder türmen sich Stapel von Papier darauf? Beide Situationen können gewollt und förderlich sein, das ist immer abhängig vom jeweiligen Kontext. Entscheidend ist, dass Ihnen die Wirkung bewusst ist. Oder die Büroausstattung: Welche Accessoires stehen auf dem Tisch? Welche Farben sind wahrnehmbar – falls Sie das im Kontext des Unternehmens beeinflussen dürfen – eher ein kühles Blau oder warme Farbtöne?

Persönliches Hobby als Anknüpfungspunkt

Ich möchte Sie ermutigen, etwas von sich zu zeigen. Gibt es ein persönliches Hobby, das Sie öffentlich machen möchten? Fahren Sie in der Freizeit vielleicht Radrennen oder reisen Sie gerne in ein bestimmtes Land? Dann hängen Sie doch ein entsprechendes Bild auf, das Ihnen gefällt, das aber auch Ihre Mitarbeiter künftig mit Ihnen verknüpfen dürfen. Oder aber: Wie empfangen Sie Ihre Mitarbeiter zum Beispiel bei einem Arbeitsgespräch? Stehen vielleicht immer frische Blumen am Platz oder wartet da ein großes Glasgefäß mit leckeren Fruchtgummis? Oder wird der Tee immer in diesem besonderen Service serviert?

Gestalten Sie Ihre öffentlichen Signale so, dass Sie sich damit wohlfühlen und identifizieren können. Vielleicht stellen Sie sich im Rahmen eines Führungskräfte-Coachings einmal die Frage: Was sollen meine Mitarbeiter von mir wahrnehmen? Welches Bild möchte ich vermitteln? Denn eines steht fest: Signale setzen Sie so oder so – bewusst oder unbewusst.

 

 

 

Wunderwaffe Rituale

Es ist Mitte Januar, eiskalte Temperaturen sind an der Tagesordnung. Da tut eine Tasse mit heißem, wohlschmeckendem Tee besonders gut.

So weit so gut, da erzähle ich Ihnen nichts Neues. Und wenn Sie bereits bei mir im Coaching waren, dann wissen Sie, dass ich Sie zu jedem Coachingtermin mit einer Tasse Tee erwarte. Warum das Ganze?

Interessanterweise ist es auch oft dieselbe Teesorte, auf die sich viele Klienten schon freuen und die auch mir immer wieder gut schmeckt, obwohl ich sonst eher für Abwechslung bin. Diese Tasse Tee übernimmt offensichtlich neben dem nährenden Aspekt eine weitere wichtige Funktion: sie dient auch als zwischenmenschliches Ritual. Um beim Coachingtermin zu bleiben: Die Tasse Tee signalisiert: Ich habe Sie erwartet und bin vorbereitet auf unser Gespräch. Sie dient aber auch als verbindendes Element, schafft Orientierung („am Anfang gibt es bei Frau Dehler erst mal einen Tee“) und fördert die „Aufwärmphase“ im Gesprächsverlauf. Die anfängliche Nervosität, die möglicherweise noch im Raum ist, kann sich leichter abbauen.

Rituale haben eine frappierende Eigenschaft: Sie werden ganz häufig von den Beteiligten durchschaut, vielleicht auch als nervig und unwichtig eingeordnet. Und gleichzeitig fördern und vereinfachen sie die zwischenmenschliche Kommunikation. Und das können auch Sie sich zunutze machen. Setzen Sie Rituale gezielt als „nonverbales“ Kommunikationsmittel ein. Zum Beispiel in der „Warming Up“-Phase, wenn Sie Gespräche mit Ihren Mitarbeitern führen.

Welche Rituale nutzen Sie da bislang bewusst oder unbewusst? Selbstverständlich muss es nicht immer eine Tasse Tee sein. Am besten sind es Rituale, die zu Ihnen und zur Situation passen. Erst neulich erzählte mir eine Führungskraft von dem riesigen Bonbonglas mit besonders leckeren Gummibären, das sie in ihrem Büro aufgestellt hat. Bei Mitarbeitergesprächen dürfen sich die Gesprächspartner daraus bedienen – und tun dies wohl auch äußerst gerne.

Junior sticht Senior: Wenn Social Media zur Zerreißprobe für PR-Teams wird

An Social Media geht kein Weg vorbei. Das gilt besonders für die Kommunikationsbranche. Von PR‐ und Marketing‐Fachleuten wird erwartet, dass sie den Umgang mit Social Media beherrschen und Kunden in diesem Bereich kompetent beraten. Doch im Beratungsalltag kann Social Media Zündstoff in die Zusammenarbeit von Beratungsteams bringen: Nicht selten treffen hier Teammitglieder mit erstaunlich unterschiedlicher Social‐Media‐Affinität aufeinander. Auch wenn die älteren Kollegen – die sogenannten Digital Immigrants – sich immer häufiger in den sozialen Netzwerken bewegen, sind die jungen Nachwuchskräfte hier meist im Vorteil: Die ab 1980 geborenen Digital Natives sind mit dem Internet aufgewachsen und haben die neuen Kulturtechniken des Netzes von Beginn an gelebt. Social Media ist für sie Alltag.

Senioritätsprinzip gerät ins Wanken

Es ist eine neue Herausforderung für die Kommunikationsbranche. „Erstmals weiß eine jüngere Generation in einem Kommunikationszweig mit hoher Wertschöpfung mehr als erfahrene Seniorberater und Agenturchefs“, sagt Dietrich Boelter, Geschäftsführer der Berliner Agentur Best Friend. Für gestandene Berater, die bislang mit Seniorität und Kompetenz punkten konnten, ist das nicht leicht auszuhalten: „Da muss ein erfahrener PR-Profi erleben, dass er einem 21-Jährigen in diesem Bereich nicht ebenbürtig ist. Das führt zu Abwehrreflexen.“

Offenheit ist gefragt, meint Michael Grupe, Vorstandsmitglied von Fink & Fuchs Public Relations in Wiesbaden: „Die Teammitglieder haben die Chance, viel voneinander zu lernen. Zum Beispiel beim Thema Krisenprävention: Da bringen die Älteren unersetzliche Erfahrungen mit, wie im Krisenfall vorzugehen ist. Aber die Klaviatur der sozialen Medien beherrschen die jungen Leute besser. Mit ihren Kenntnissen identifizieren sie Krisenpotenziale und Meinungsmacher schneller und treten leichter mit ihnen in Kontakt. Letztlich geht es darum, das Instrument gemeinsam zum Klingen zu bringen.“

Chefs und Seniorberater müssen regelmäßig über Social Media sprechen, obwohl sie eigentlich nicht mehr mitreden können. Erschwerend kommt hinzu:  „Die Kunden möchten nicht unbedingt von Youngsters auf einem Terrain beraten werden, das ihnen noch fremd ist“, sagt Boelter.  Man erwarte einen Seniorberater als Gegenüber. So entstehe oft „eine Melange aus Halbwissen und schlechter Beratung“, glaubt der Agenturchef und empfiehlt: „Agenturen müssen gemischte Teams aufstellen, aus Erfahrung und neuem Wissen, an dieser Herausforderung scheitern viele HR-Verantwortliche in den Agenturen.“

Nachwuchskräfte verlieren den Respekt  – Systemerhaltende Prinzipien werden verletzt

Ignorieren Agenturen die unterschiedliche Medienerfahrung von Juniors und Seniors, kann sich Social Media zur Zerreißprobe für das Team entwickeln. Denn hier werden zwei wesentliche systemische Prinzipien ausgehebelt, die sich normalerweise stabilisierend auf jede Organisation auswirken. Zum einen verliert „der Vorrang des Früheren und des Erfahrenen vor dem Späteren“ an Bedeutung. Die Jungen stellen die Leistungen der Seniorberater in Frage. Zum anderen wird das Prinzip „Vorrang von höheren Leistungen und Fähigkeiten“ missachtet, wenn die Führungsebene die jungen Kompetenzträger in Social-Media-Beratungsfelder nicht einbezieht.

Coaching zur Stärkung der Teamkultur

Die möglichen Folgen: Hierarchien verstärken sich, die Agenturen verlieren gefragte Nachwuchskräfte und gefährden letztlich ihre Existenz. Mit einem auf das Thema Social Media fokussiertem Coaching können Führungsteams ihre Teamkultur verändern und an die neue Situation anpassen. Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn das Coaching auf der Leitungsebene ansetzt. Geklärt werden müssen Fragen wie: Was bedeuten der Medienwandel und die Öffnung der Kommunikation für unser Führungsverhalten? Welche Werte verändern sich für uns, welche kommen hinzu? Wie erreichen wir Durchlässigkeit, um die Kompetenzen unserer Nachwuchskräfte im Führungsteam und für die Agentur zu nutzen?

Gestärkt durch die neue Ausrichtung geht das Führungsteam im nächsten Schritt in ein Coaching mit allen Beratungsebenen. In Kleingruppen werden die Sternstunden, aber auch die Krisensituationen aufgearbeitet. Gemeinsam entwickeln die Teams Regeln für die Zusammenarbeit und legen Arbeitsabläufe und Entscheidungswege für Social-Media-Aufgaben fest.

Lassen Sie die Gruppe für sich arbeiten

Am Montag, dem 24.09.2012 von 18.00 – 21.00 Uhr findet bei dehlercoaching der nächste Organisationsaufstellungsabend statt.
Gut möglich, dass Sie die Methode der Organisationsaufstellung bereits im Einzelcoaching bei mir kennengelernt haben. Vielleicht sind Sie neugierig geworden, diese Methode auch einmal im Rahmen einer Gruppenveranstaltung kennenzulernen.
Der Nutzen für Sie:
  • Statt selber in die einzelnen Positionen zu gehen, dürfen Sie die Gruppe für sich arbeiten lassen. Sie sehen von außen die „Istsituation“ innerhalb des Systems, das Sie aufgestellt haben. Sie bekommen viele wertvolle Rückmeldungen von den Stellvertretern, erfahren wie es ihnen in der jetzigen Anordnung ergeht, was stimmt und was nicht stimmt.
  • Nicht nur Personen sondern auch Sachthemen, wie zum Beispiel Ihr Produkt, der Markt oder der Wettbewerb können in eine Aufstellung einbezogen werden.
  • Es wird deutlich, was verändert werden muss, damit es in Zukunft besser laufen kann. Diese Veränderungsschritte vollziehen die Stellvertreter vor Ihren Augen. Optimalerweise erhalten Sie ein Lösungsbild, das Sie auf Ihren beruflichen Alltag übertragen können.
  • Aber auch als Stellvertreter sind die Nutzenaspekte reichlich: In jeder Aufstellung stecken Erkenntnischancen für Ihre eigene berufliche Situation.
Die Teilnahmegebühr beträgt 40,- EUR (Abendkasse).
Sie können die Einladung auch gerne an Interessierte weiterleiten! Der Aufstellungsabend findet ab einer Teilnehmerzahl von vier bis maximal zwölf Personen statt.
Weitere Informationen zum Thema Organisationsaufstellungen finden Sie unter:

Movie All Is Lost (2013)